Dateiformate & Druckdaten
Falzarten (Wickelfalz, Zickzack & Co.)
Kurz erklärt
Die Falzart bestimmt, wie ein Flyer aufklappt und in welcher Reihenfolge der Leser die Seiten sieht. Die wichtigsten Varianten sind Wickelfalz, Zickzackfalz (Leporello), Mittenfalz, Altarfalz und Kreuzbruchfalz. Beim Wickelfalz muss die nach innen geschlagene Seite etwas schmaler angelegt werden, sonst staucht das Papier beim Schließen.
Beim Wickelfalz werden die Seiten nacheinander nach innen gewickelt: Der klassische 6-seitige Flyer aus einem DIN-A4-Bogen auf DIN lang ist das bekannteste Beispiel. Beim Zickzackfalz (auch Leporellofalz) wechselt die Falzrichtung, das Blatt öffnet sich wie eine Ziehharmonika, alle Seiten sind gleich breit. Der Mittenfalz teilt den Bogen einmal in der Mitte, etwa für 4-seitige Karten. Beim Altarfalz klappen zwei Seitenflügel wie Fensterläden zur Mitte, der Kreuzbruchfalz kombiniert zwei Falzungen über Kreuz, typisch für gefaltete Plakate.
Der wichtigste Stolperstein beim Datenanlegen: Beim Wickelfalz muss die eingeschlagene Seite schmaler sein als die äußeren, als Faustregel um wenige Millimeter, sonst stößt sie beim Zuklappen an den Falz und wellt sich. Beim Zickzackfalz entfällt das, dort bleiben alle Seiten gleich breit. Ebenso wichtig ist die Seitenreihenfolge im Layout: Innen- und Außenseiten liegen im offenen Dokument nicht in Lesereihenfolge nebeneinander. Am sichersten arbeitet man mit dem Falzschema der Druckerei, unsere Vorlagen stellen wir auf Anfrage bereit.
Häufige Fragen zu Falzarten (Wickelfalz, Zickzack & Co.)
Warum muss beim Wickelfalz eine Seite schmaler sein?
Die nach innen gewickelte Seite liegt beim geschlossenen Flyer im Inneren des Falzes. Wäre sie genauso breit wie die Außenseiten, würde sie am Falz anstoßen und das Papier stauchen. Deshalb wird der Einschlag ein paar Millimeter schmaler angelegt.
Welche Falzart passt zu welchem Zweck?
Der Wickelfalz führt den Leser Schritt für Schritt durch eine Argumentation und ist der Klassiker für Imageflyer. Der Zickzackfalz eignet sich für gleichwertige Inhalte wie Programme oder Speisekarten. Der Altarfalz inszeniert einen Überraschungsmoment beim Aufklappen und wirkt besonders hochwertig.
Wie viele Seiten hat ein klassischer Falzflyer?
Der bekannteste Wickelfalz aus einem DIN-A4-Bogen auf DIN lang ergibt sechs Seiten (Vorder- und Rückseite mit je drei Feldern). Andere Falzarten und Bogengrößen führen zu anderen Seitenzahlen, etwa vier Seiten beim Mittenfalz. Die Zahl der Felder bestimmt, wie viel Inhalt sinnvoll untergebracht werden kann.
Wie lege ich die Seitenreihenfolge für einen Falzflyer an?
Im offenen Dokument liegen Innen- und Außenseiten nicht in Lesereihenfolge nebeneinander, das führt oft zu Fehlern. Am sichersten arbeitet man mit dem Falzschema der Druckerei, das die Anordnung der Felder vorgibt. Unsere Vorlagen stellen wir auf Anfrage bereit, damit jedes Feld an der richtigen Position sitzt.
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