Marketing
WDF*IDF (Termgewichtung)
Kurz erklärt
WDF*IDF ist eine Formel zur Termgewichtung: Sie vergleicht, welche Begriffe in einem Text wie häufig vorkommen (WDF) im Verhältnis dazu, wie selten sie im restlichen Web sind (IDF). SEO-Texter nutzen die Analyse, um Themen so vollständig abzudecken wie die besten rankenden Seiten.
Praktisch beantwortet eine WDF*IDF-Analyse die Frage: Welche Begriffe verwenden die Top-10-Seiten zu meinem Thema, die in meinem Text noch fehlen? Das Ergebnis ist keine Stopfliste, sondern eine Themenlandkarte, die Lücken im Inhalt sichtbar macht.
Moderne Suchmaschinen verstehen Bedeutung längst über einzelne Terme hinaus (semantische Suche, KI-Modelle). WDF*IDF bleibt trotzdem ein nützliches Werkzeug zur Vollständigkeitskontrolle, ersetzt aber weder Expertise noch Nutzerfokus. Erst Inhalt mit Substanz, dann Termfeinschliff.
Für die Umsetzung hat sich eine feste Reihenfolge bewährt: Zuerst die Suchintention klären, also ob Nutzer zu dem Begriff eine Anleitung, einen Vergleich oder einen Anbieter suchen. Dann den Text aus eigener Fachkenntnis schreiben und erst danach die Termanalyse laufen lassen. Fehlende Begriffe sind oft Hinweise auf fehlende Unterthemen, die einen eigenen Absatz oder eine FAQ verdienen, statt nur ein zusätzliches Wort. Ein häufiger Messfehler ist der falsche Vergleichsrahmen: Wenn unter den Top-Ergebnissen Shops, Ratgeber und Lexika gemischt sind, verzerrt der Durchschnitt das Bild. Sinnvoll ist, nur Seiten desselben Typs zu vergleichen. Für Landing Pages in Google Ads spielt WDF*IDF dagegen kaum eine Rolle.
Häufige Fragen zu WDF*IDF (Termgewichtung)
Ist WDF*IDF noch zeitgemäß?
Als alleinige Optimierungsmethode nein, als Werkzeug zur Themenabdeckung ja. Google bewertet heute Bedeutung und Nutzerintention, nicht Termfrequenzen allein.
Was ist der Unterschied zwischen Keyword-Dichte und WDF*IDF?
Keyword-Dichte zählt stumpf ein einzelnes Wort. WDF*IDF gewichtet viele Begriffe logarithmisch und im Vergleich zum Wettbewerb, liefert also ein differenzierteres Bild.
Mit welchen Tools macht man eine WDF*IDF-Analyse?
Es gibt spezialisierte SEO-Werkzeuge, die den eigenen Text mit den Top-Ergebnissen zu einem Suchbegriff abgleichen und fehlende Themenbegriffe anzeigen. Sie liefern die Datenbasis, die Bewertung und Einordnung ins Thema bleibt aber Aufgabe eines erfahrenen Texters.
Wie viele der vorgeschlagenen Begriffe soll ich einbauen?
Es gibt keine feste Zahl. Sinnvoll ist, sich an den Werten der bestplatzierten Seiten zu orientieren und Begriffe nur dort einzusetzen, wo sie den Text wirklich vollständiger machen. Erzwungenes Einbauen (Keyword-Stuffing) schadet mehr, als es nützt.
Verwandte Begriffe
Sie brauchen das nicht nur erklärt, sondern umgesetzt?
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